Donnerstag, 21. September 2017

Wo die Reise hingeht...

Liebe (kleine) Leserschaft,

Sicher habt Ihr schon bemerkt, dass hier schon wieder Fotos erschienen sind und kein neuer Text von Linos und meiner Bücherreise. Das hat gleich mehrere Gründe: Zum Einen hatte ich ja für Linos Zwischenstopp in Belgien einen "Tim und Struppi" Comic auserkoren und auch damit begonnen, diesen vorzulesen... Und nach ungefähr drei Seiten war klar: Es ist total nervig einen Comic vorzulesen - es sei denn, man hat Lust seine Stimme zu verstellen, aber nein, das habe ich nicht -, das Kind weiß dauernd nicht genau 'wer spricht hier eigentlich' und es entsteht kein Lesefluss. Das hätte man sich alles auch vorher denken können, aber jetzt weiß ich es und das ist besser :) Und darüber hinaus ist mein Lesestapel kurz vor Semesterbeginn ziemlich hoch und da sind Bilder eine schöne Abwechslung zu Buchstaben.

Da ich die Idee des Blogs aber nach wie vor gut finde, fülle ich ihn auch weiter, aber vielleicht mit etwas anderem Inhalt... Bleibt uns dennoch gewogen, auch die Bücher werden nicht zu kurz kommen, da bin ich sicher!

Eure Simone

Herbstzeitlose












Montag, 11. September 2017

Andorra: Simone liest "Andorra" von Max Frisch



Bildquelle: Suhrkamp

Andorra: Simone liest "Andorra" von Max Frisch

Angekommen in Andorra. Das zwischen Spanien und Frankreich gelegene Land ist ein so genannter Zwergstaat mit ca. 80.000 Einwohnern. Es ist also etwas sehr besonderes, Andorraner zu sein, denn es gibt - global betrachtet - nicht sehr viele andere Menschen, auf die das auch zutrifft. Doch halt! Im Grunde beginnt dieser Literatur-Reisebericht nämlich total falsch und genau so, wie es dem Klassiker "Andorra" von Max Frisch überhaupt nicht angemessen ist. "Andorra" ist ein "Stück in zwölf Bildern", an dem Frisch bereits 1946 zu arbeiten begonnen hatte. Die Uraufführung des Stückes fand jedoch erst am 2. November 1961 am Schauspielhaus Zürich statt. Und dabei ist ganz wichtig, was der Schriftsteller Max Frisch seinem Stück vorangestellt hat:

"Das Andorra dieses Stücks hat nichts zu tun mit dem wirklichen Kleinstaat dieses Namens, gemeint ist auch nicht ein andrer wirklicher Kleinstaat; Andorra ist der Name für ein Modell."

Max Frisch hat also kein Drama über den eingangs erwähnten Staat geschrieben, sondern ein Land erfunden, das ebenfalls Andorra heißt, in dem ein junger Mann namens Andri wohnt, der gern Tischler werden möchte. Andri lebt als Ziehsohn zusammen mit Barblin, der Tochter, bei dem Lehrer des Ortes und dessen Frau. Er führt zunächst ein ganz gutes Leben, denn Barblin und Andri sind ineinander verliebt. Doch es gibt noch einen anderen Mann, der Barblin begehrt, das ist der Soldat, der sich nicht abweisen lassen will und der jungen Frau offenkundige Avancen macht.

Die Wahrheit sagen dürfen

Unterdessen verbringt der Lehrer einen Gutteil seiner Zeit in der Kneipe, wobei er sich zumeist unwirsch an den Gesprächen der anderen Gäste beteiligt. Besonders erzürnt zeigt sich der Lehrer dann, wenn die anderen Kneipenbesucher das Gespräch auf die Juden lenken, um darüber zu spekulieren, wie 'der Jude' sei und was er möglicherweise im Schilde führe. Es sind die allseits bekannten antisemitischen Klischees, die in Andorra immer häufiger zur Sprache kommen und die den Lehrer, so glauben es seine Mitbürger, deswegen ärgern, weil doch auch Andri, sein Ziehkind, jüdisch sei. So hatte es der Lehrer einst selbst erzählt, denn angeblich hatte er den Jungen vor 'den Schwarzen', der Bedrohung auf der anderen Seite der Grenze, gerettet. Im Land 'der Schwarzen' werden Juden nämlich verfolgt und in Andorra konnte Andri zunächst unbehelligt leben. Doch damit ist es nun schlagartig vorbei und das Stück steuert geradewegs auf Andris Untergang zu. Denn plötzlich wissen alle Bescheid: Der Soldat, der Tischler und der Doktor, sie alle sind sich einig darüber zu wissen, wie 'der Jud' denkt und handelt und es fällt ein Satz, den ich hier gar nicht vermutete, aber es ist umso erschreckender, dass das in diesem Kontext genau hier schon steht:
"Die Wahrheit wird man in Andorra wohl noch sagen dürfen..."

Andri soll sich als Jude annehmen, meint der Pater, und damit sein Anderssein anerkennen und sich nicht länger schwer damit tun. Doch Andri weiß überhaupt nicht, worin diese vermeintlich eindeutige Abweichung bestehen soll und so wird der Leser Zeuge von etwas ganz Erstaunlichem: Andri hat den Spott- und Hassreden gegen 'die Juden' nur allzu genau zugehört und beginnt damit, die vermeintlich jüdischen Eigenschaften für sich zu reklamieren und wächst förmlich hinein in die für ihn vorgesehene Rolle. Doch die Umstände um seine Herkunft sind letztlich doch ganz anderer Natur und führen zu dem schaurigen Höhepunkt des Stückes, der Judenschau, die die Soldaten 'der Schwarzen' gemeinsam mit dem erfahrenen Judenschauer in Andorra durchführen. Dazu müssen die Andorraner vermummt und barfuß vor den Scharfrichter treten, der allein durch die Beobachtung ihres Ganges ableiten kann, ob sie jüdisch sind oder nicht. Geirrt hat der Scharfrichter sich selbstverständlich niemals.

Besorgte Bürger in Andorra

Andorra, ein winzig kleines Land, das sich bestens als Schauplatz und als Bühne eignet, um ein zeitloses Stück aufzuführen, das von einem jungen Mann erzählt, der sich - wie man so sagt - in sein Schicksal fügt. Doch was ist Andris Schicksal eigentlich? Mit Sicherheit nicht seine Herkunft, aber er begreift schlicht früher als alle anderen, dass man es auf ihn abgesehen hat und dass all die besorgten Bürger um ihn herum nicht eher aufhören werden mit der üblen Rede, bis sich ein Opfer gefunden hat. Dass dabei eigentlich vollkommen andere Kränkungen und persönliche Rachefeldzüge sowie Eifersüchteleien im Spiel sind, wird nicht nur dem Leser schnell klar, sondern auch Andri, der sagt: "Was kommt, das ist ja alles schon geschehen." Hass und Unzufriedenheit brauchen ein Ventil und Andri weiß, dass ihm jedes Wort nur immer weiter im Munde umgedreht und so ausgelegt würde, wie es seinen Verfolgern gefällt.

Es ist nicht selten eine Floskel, wenn die Rede davon ist, dass ein Text heute aktueller denn je sei, doch auf dem Weg nach Hause kam ich gerade über eine von AfD-Plakaten gesäumte Straße und man muss nicht so klug wie Andri sein, um hier den Zusammenhang herzustellen.

Das Fazit kann also nur lauten, dass "Andorra" unbedingt wieder und weiter gelesen werden sollte, denn jede einzelne Figurenperspektive des Stückes ist einen zweiten Blick wert. Ich habe das Stück zum ersten Mal vor zig Jahren im Deutschkurs in der Schule gelesen und während wir uns vordergründig über die geweißelten Häuser amüsierten, hatten wir eigentlich doch alle die Bilder von den während der Judenschau vermummten Andorranern im Kopf, die uns einen Schrecken eingejagt hatten, und das war genau richtig so.

Das also war Andorra - kennt ihr den Text? Habt ihn wieder gelesen oder erst neu entdeckt?

Bei uns geht die Reise nun also weiter und in Belgien gibt es einiges zu entdecken: Lino liest "Tim und Struppi. Reiseziel Mond" von Hergé und ich begebe mich mit - dem gebürtigen Belgier - Georges Rodenbach in "Das tote Brügge".

Euch allen bis dahin ebenfalls eine gute Lektüre,

Simone

Gelesene Ausgabe:
Max Frisch: Andorra. Stück in zwölf Bildern.
Suhrkamp Verlag: Frankfurt a. M. 1961.

Freitag, 1. September 2017

Albanien: Simone liest „Der Nachfolger“ von Ismail Kadare

Quelle: Foto von mir, Buchdaten s.u.

Albanien: Simone liest „Der Nachfolger“ von Ismail Kadare

Warum ist der Nachfolger des großen Führers tot? So lautet die große Frage, die Ismail Kadares Roman „Der Nachfolger“ vorausgeht. In einer stürmischen Dezembernacht stirbt ein Mann hinter von innen verschlossenen Türen an den Folgen einer Schussverletzung und keiner weiß, wer ihm diese zugefügt hat. War es Mord oder war es Selbstmord? 

Der Tote ist kein Geringerer als der zum Nachfolger des kommunistischen Diktators bestimmte Politiker und somit eigentlich der zweitwichtigste Mann in Albanien nach dem zweiten Weltkrieg. Doch was tatsächlich geschehen ist, liegt im Dunkeln und Ismail Kadare nutzt die Literatur um aus verschiedenen Erzählperspektiven auszuloten, was geschehen sein könnte und welche politischen wie privaten Verwicklungen womöglich Einfluss auf das Schicksal eines Mannes genommen haben.

Albanien ist, wie ihr wisst, die erste Station unserer Lesereise und deshalb so gut dafür geeignet, weil meine Landeskenntnisse schlicht nicht vorhanden sind. Außer einer ungefähren Vorstellung über die geographische Lage wusste ich bis vor kurzem nichts über das Land. Doch was habe ich aus der Lektüre Kadares über Albanien erfahren? Der Schriftsteller Ismail Kadare, 1936 geboren, war schon mehrfach ein Kandidat für den Nobelpreis für Literatur und ist wohl der berühmteste Autor des Landes. Albanien ist heute ein so genannter Vielvölkerstaat auf der Balkanhalbinsel und  "Der Nachfolger" erzählt von der kommunistischen Diktatur, die das Land nach dem Zweiten Weltkrieg heimgesucht hat. 

Verräter wider Willen

Da es sich bei dem Werk nun aber um einen Roman handelt, sind es natürlich keine 1:1 übertragbaren Fakten, die Kadare seinen Lesern anbietet. Viel eher sind es Erkundungen in der politischen Vergangenheit seines Heimatlandes, die der mittlerweile auch wieder in Tirana lebende Schriftsteller unternimmt, um vor allem eins zu erschaffen: Einen Eindruck von den Lebensumständen sowie Machenschaften und Intrigen, die es braucht, um absolute politische Macht zu erlangen und diese anschließend zu festigen. Dabei erzählt Kadare eindrücklich von der Angst, die alle Figuren seines Buches umtreibt, denn dem Führer Albaniens ist es gelungen, ein so unberechenbares Gespenst zu bleiben, dass jedes Wort, auch das bloß im eigenen Schlafzimmer geflüsterte, schwerste Konsequenzen nach sich ziehen kann. Plötzlich gilt einer als Verräter der gemeinsamen Idee, der doch geradezu sklavisch an die Ideale des Führers zu glauben scheint. Warum ?, ist eine höchst gefährliche Frage geworden und so beweinen die Frauen schon die leisesten Vorahnungen ihrer Männer, um die es allzu schnell geschehen ist. Es gelingt Kadare überzeugend die Atmosphäre zu transportieren, die entsteht, wenn eine ganze Nation unter Verfolgungswahn leidet, der sich nur dann als Irrsinn herausstellt, wenn man von den Gewalttaten des Regimes verschont bleibt. Jederzeit kann sich die Stimmung ins Gegenteil verkehren und aus Freunden sind Feinde geworden. 

Verschwörungstheorien statt Wahrheiten

Die Suche nach der Wahrheit funktioniert in "Der Nachfolger" nach der Logik von Verschwörungstheorien, die sich auch daraus nähren, dass 'alternative Fakten' zu einem zumindest in sich schlüssigen Gesamtkonzept verwoben werden. Ein Anführer ist der Größte, weil er der unumstößlichen Überzeugung ist, dass ihm dieses Amt gebührt. Die Wähler oder schlimmer noch: das Volk werden dann schon folgen. Die 'Lehre', wenn man so will, des Romans ist also eine, die sicher nicht nur auf Albanien zutrifft, sondern auch auf weit größere Staaten und heute womöglich mehr denn je zutrifft. 

Ismail Kadares Roman "Der Nachfolger" ist damit nicht nur eine wirklich empfehlenswerter Zugang zu seinem Werk und der albanischen Literatur, sondern darüber hinaus ein sehr kluges Buch über die Macht, die einer hat, der es versteht Ängste zu schüren und die Illusionen Vieler zu steuern. 

Das nächste Ziel...

Nach diesem, wie ich finde, wirklich überaus gelungenem Auftakt zu meiner Lesereise - Lino war ja noch nicht überzeugt - geht es weiter in ein sehr kleines Land, dem aber ein großer Schriftsteller eines seiner berühmtesten Werke gewidmet hat: Die Rede ist von Max Frisch und seinem Buch "Andorra", das als nächstes auf meiner Leseliste steht. Das ist zwar in gewisser Hinsicht eine Verlegenheitslösung, da ich keine ins Deutsche oder Englische übersetzten Autoren aus dem Land finden konnte, aber ich bin mir sicher, dass auch diese Bücherreise bis jetzt Ungeahntes und Interessantes bereithält. Bis bald also, in Andorra... Wie ist das bei Euch - kennt Ihr das Buch schon?

Bis demnächst eine gute Lektüre,

Simone


Gelesene Ausgabe:

Ismail Kadare: Der Nachfolger. Roman. Aus dem Albanischen von Joachim Röhm.
Fischer Taschenbuch Verlag: Frankfurt am Main 2009, 2. Aufl. 2010.
ISBN: 978-3-596-17694-6


Dienstag, 22. August 2017

Albanien: Lino liest "Märchen aus Albanien" nach Gustav Meyer

Albanien

Länderinfo: Albaniens Hauptstadt ist Tirana und das Land hat, so Wikipedia, knapp unter 3 Millionen Einwohnern. Ich schaue auf diversen Internetseiten Bilder von Stränden und Berglandschaften an, die wahnsinnig schön sind. Mal Urlaub in Albanien?

Lino liest "Die sieben Brüder mit den Wundergaben", aus: Gustav Meyer "Märchen aus Albanien"

Hier der Volltext zum Märchen.

Nun ja, mit Märchen ist das ja so eine Sache. Nicht selten sind Märchen nämlich wenig kindgerecht - zumindest in dem Sinne, wie Kindergeschichten heute meist erzählt werden. Klassische Märchen, Sagen und Volksdichtungen sind häufig grausam, denn es wird gestorben, verlassen und so manche Gewalttat verübt, sodass einige Geschichten den kleinen Zuhörern einen so großen Schrecken einflößen, dass der Eindruck lange nachwirkt. Denn Märchen ist ja auch nur der Oberbegriff für viele verschiedene Textarten, von denen längst nicht alle für Kinder erzählt werden. Und manche Märchenerzählungen sind nicht unbedingt brutal, aber sehr, sehr traurig und auch für solche Geschichten braucht es den richtigen Zeitpunkt. Doch deswegen muss man durchaus nicht auf das Vorlesen von Märchen verzichten, denke ich, denn es kann ja eine Vorauswahl getroffen werden, mit der man sich langsam herantastet.

Wer also nicht direkt mit einem der schaurig-schönsten Märchen wie bspw. "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen" (Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, KHM 4) beginnt, ist sicher schon mal gut beraten. Auch die "Märchen" von Astrid Lindgren habe ich Lino zu Anfang meist mit spontaner Zensur während des Vorlesens nahe gebracht, denn an manchen Tagen ist man ja einfach dünnhäutiger und von Schrecken wie Armut, Kälte und Tod sollten Kinder zwar ab einem gewissen Alter auf jeden Fall erfahren, wie ich meine, am besten aber in wohldosierten Schritten. Lieber in Form von Märchen und Geschichten und nicht unbedingt erstmalig durch die im Autoradio mitgehörten Nachrichten, denn die bebilderte Erzählform ist für Kinder sicher überschaubarer und verständlicher und hat ja auch meist ein gar nicht so übles Ende.

Doch es gibt auch Kinderbücher wie etwa den Klassiker "Struwwelpeter" von Heinrich Hoffmann aus dem Jahre 1844, die wir ganz aus dem Kinderzimmer verbannt haben, da wir keine Geschichten von abgeschnittenen Daumen oder sonst wie bestraften Kindern lesen wollten. Das Buch ist natürlich für Eltern dennoch einen nachforschenden Blick wert, gerade weil es Generationen von Kindern geängstigt hat, aber eine Gute-Nacht-Geschichte ist es sicher nicht. Und leider ist es uns mit "Die sieben Brüder mit den Wundergaben" und den anderen Geschichten in "Märchen aus Albanien" ganz ähnlich ergangen. Prinzessinnen, die in dunklen Kellern landen, und dort Unschönes mit dem Teufel erleben, nun ja, das hatte ich mir etwas weniger düster vorgestellt. Wir haben es auch mit den anderen Märchen der Sammlung versucht, aber der Ton blieb ähnlich und irgendwann fragte Lino mich, warum hier eigentlich alle Eltern unbedingt ihre Kinder loswerden wollen und da dachte ich mir, dass es wohl genug sei und wir uns lieber auf die Weiterreise begeben...

Das nächste Land auf unserer Liste der europäischen Staaten ist Andorra. Kennt ihr Kinderbücher aus Andorra? Wir nicht und da konnte auch eine etwas ausgedehnte Recherche nicht weiterhelfen, sodass es für Lino nächste Woche direkt weitergeht nach Belgien.

Und bis dahin lese ich weiter Ismail Kadare und melde mich bald wieder mit meinen Leseeindrücken zu Albanien.

Montag, 21. August 2017

Lesereise #1: Albanien

Los geht's!

Unsere erste Lesereise führt nach Albanien, ein Land, das ich eigentlich gar nicht kenne und auch literarisch bisher nicht entdeckt habe. Völliges Neuland also, daher hole ich mir Hilfe von perlentaucher.de und stöbere dort durch die Liste mit Buchempfehlungen albanischer Autoren:
https://www.perlentaucher.de/buchKSL/buecher-aus-und-ueber-albanien.html

Hier verliere ich mich erst mal ein bisschen, denn es gibt gleich mehrere Schriftsteller, die mich interessieren, aber ich entscheide mich dann doch für den wohl bekanntesten Autor Albaniens, Ismail Kadare, und zwar für den Roman "Der Nachfolger" (https://www.perlentaucher.de/buch/ismail-kadare/der-nachfolger.html).

Für Lino gestaltet sich die Suche etwas schwieriger, denn es gibt zwar ein paar albanisch-deutsche Kinderbücher, aber - bis auf ein Jugendbuch - finde ich keine 'klassischen' Kinderbücher aus dem Land. Aber Märchen gibt es fast überall auf der Welt und viele davon ja auch im Netz, da es sich um gemeinfreie Texte handelt. Und so entscheide ich mich für "Die sieben Brüder mit den Wundergaben" aus der aus dem Jahre 1884 stammenden Sammlung "Albanische Märchen" von Gustav Meyer, die ihr hier finden könnt: http://www.zeno.org/Märchen/M/Albanien/Gustav+Meyer%3A+Albanische+Märchen/8.+Die+sieben+Brüder+mit+den+Wundergaben.

Die Reisedaten auf einen Blick:

Zielland: Albanien

Reisegesellschaft...

...von Simone: Ismail Kadare: "Der Nachfolger"

...von Lino: "Die sieben Brüder mit den Wundergaben", albanisches Märchen nach Gustav Meyer

Also lesen wir los und melden uns bald wieder mit den ersten Reiseeindrücken auf "europa erlesen".

Eure Simone

Willkommen

Da sind wir!

"europa erlesen" ist online, aber was sind wir oder besser: Was wollen wir werden und was soll dieser Blog?

Mein Name ist Simone, ich lebe und arbeite im Ruhrgebiet und das umringt von Büchern. Literatur ist aber nicht nur mein Beruf, sondern ich interessiere mich trotzdem noch für Bücher :). Und weil ich mir wünsche, dass es meinen drei Kindern auch mal so geht und sie die Vielseitigkeit der Literatur kennenlernen, begebe ich mich jetzt mit meinem ältesten Sohn (6 Jahre) auf eine Lesetour durch die Länder Europas. Pro Land immer ein Buch für ihn, das ich momentan noch vorlese, und ein Buch für mich. Und was wir dabei erlesen und entdecken, davon berichten wir euch hier in diesem Blog und freuen uns auf viele Mitleser!


Eure Simone und der Lino